Freiwillige Feuerwehr Pressig


 

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Einsätze










Chemieunfall in Kronach

Chemieunfall am Kronacher Bahnhof

Einsatz Zu einem Chemieunfall am Kronacher Bahnhof mussten am Samstagnachmittag die Feuerwehrkräfte aus Kronach und Pressig anrücken. Aus einem Waggon war eine Flüssigkeit ausgetreten, deren Substanz aber ungefährlich ist.
In Schutzanzügen wagten sich die Feuerwehrleute an den Wagon, aus dem die Flüssigkeit ausgetreten war.
Bilder zum ThemaKurz nach 15 Uhr wurde am Samstag der Polizei mitgeteilt, dass im Bahnhofsbereich von Kronach eine unbekannte Flüssigkeit mit leicht beißendem Geruch aus fünf abgestellten Waggons tropfe. Die alarmierte Feuerwehr Kronach traf kurze Zeit später im Bahnhofsbereich ein und begann unter schwerem Atemschutz beziehungsweise unter dem Einsatz von Chemieschutzanzügen die Lage zu erkunden.

Auf Grund der vorgefundenen Ladepapiere war erkennbar, dass in den Waggons eine Art Metallabfall als Schüttgut transportiert wird, das als Gefahrgut deklariert ist. Einsatzleiter Kreisbrandmeister Martin Panzer ließ daraufhin weitere Kräfte der Feuerwehren Pressig und Marktrodach alarmieren.
Nach Rücksprache mit einem Gefahrgutspezialisten der Firma BASF dichteten die Feuerwehren Ladeklappen sowie Tore der Waggons mit Bauschaum ab. Gleichzeitig spannten die Feuerwehren unter schwerem Atemschutz Planen über die Waggons während andere Trupps die Flüssigkeit auffingen.
Erste Ermittlungen der Bundespolizei haben ergeben, dass die Waggons aus Italien stammten und das Ladegut nach Schweden transportiert werden sollte.

Eingesetzt waren folgende Wehren:

- FF Kronach: 1/12/1 1/40/1 1/47/1 3/53/1 1/80/1
- FF Marktrodach: 11/2 40/1
- FF Pressig: 11/1 40/1 50/1 41/1

BRK mit ca. 10 Helfern

Polizei

Bundespolizei

 

Text: infranken.de

Die ursprüngliche Planenabdeckung wurde während der Fahrt, vermutlich auf Grund des Fahrtwindes, beschädigt und Regenwasser beziehungsweise Schnee konnte in die Waggons eindringen und sich mit dem Ladegut, den Metallabfällen, vermischen. Das verunreinigte Wasser konnte durch die Spalten in den Toren beziehungsweise Ladeklappen entweichen.
Nach Auskunft des Einsatzleiters und des Vertreters des Landratsamtes, Herbert Eisentraudt, war die Bevölkerung Kronachs zu keinem Zeitpunkt ernsthaft gefährdet. Die Messungen vor Ort haben ergeben, dass es sich bei der Flüssigkeit weder um Essigsäure, Chlorgas beziehungsweise Salzsäure oder ähnliche Stoffe handelte. Durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn wurde die Bahnstrecke neben dem Abstellgleis gesperrt und für den Durchgangsverkehr wurde reduzierte Fahrt angeordnet.
Im Einsatz waren circa 100 Feuerwehrleute unter der Einsatzleitung von Kreisbrandmeister Martin Panzer, sowie zehn Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes.